Festa del Redentore in Venedig – Geschichte, Traditionen und Tipps

Die 5 wichtigsten Dinge über die Festa del Redentore



Die Festa del Redentore ist eines der ältesten und bedeutendsten Feste in Venedig. Sie wird seit über fünf Jahrhunderten gefeiert und verbindet Glauben, Dankbarkeit und venezianische Lebensfreude. Jedes Jahr, am dritten Wochenende im Juli, verwandelt sich die Lagune in ein großes, leuchtendes Bühnenbild mit Booten, Musik und einem spektakulären Feuerwerk über dem Markusbecken.

Die Ursprünge des Festes reichen in die Jahre 1575–1577 zurück, als die Stadt von einer verheerenden Pest heimgesucht wurde, der ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer fiel. Als Dank für das Ende der Epidemie ließ der Senat der Republik Venedig die Kirche des Erlösers (Il Redentore) auf der Insel Giudecca errichten – entworfen vom berühmten Andrea Palladio.


Warum die Festa del Redentore so besonders ist

Für die Venezianer ist dieses Fest weit mehr als ein touristisches Ereignis: Es ist ein Akt der Erinnerung, ein Moment des Zusammenseins und eine Explosion von Farben und Emotionen, die Sommer und Tradition vereinen. Familien, Freunde und ganze Stadtviertel organisieren seit Wochen im Voraus gemeinsame Abendessen an Bord der Boote oder entlang der Ufer.

Auch Besucher können authentische Momente erleben, indem sie dem Rhythmus der Stadt folgen, das Feuerwerk vom Wasser aus bewundern oder die religiöse Prozession am Sonntag miterleben.




 

 

 

 

Die 5 wichtigsten Dinge über die Festa del Redentore

  1. Ein historisches Dankesfest
    Die Feier erinnert an das Ende der Pest von 1575–1577 und an den Bau der Redentore-Kirche, die als „Votivkirche“ Palladios errichtet wurde.
  2. Der schwimmende Brückenweg
    Seit 1577 verbindet eine provisorische, schwimmende Brücke die Zattere in Dorsoduro mit der Insel Giudecca. Tausende Menschen überqueren sie jedes Jahr als symbolischen Pilgerweg.
  3. Das berühmte Feuerwerk
    Am Samstagabend kurz vor Mitternacht erleuchtet ein grandioses Feuerwerk den Himmel über dem Markusbecken. Farben, Reflexionen auf dem Wasser und hunderte Boote schaffen eine einzigartige Atmosphäre.
  4. Feiern auf Booten
    Nach alter Tradition beobachtet man das Feuerwerk vom Wasser aus. Viele Venezianer decken Boote festlich, bringen Speisen und Getränke mit und feiern bis spät in die Nacht.
  5. Regatten und Votivmesse
    Am Sonntag finden auf dem Giudecca-Kanal traditionelle Ruderregatten statt. Am Abend endet das Fest offiziell mit der Votivmesse in der Redentore-Kirche.

Kurioses zur Festa del Redentore

Während der Pestepidemie war es schwierig, ausreichend Platz für die vielen Opfer zu finden. Einige wurden auf der Insel Sant’Ariano, nahe Torcello, beigesetzt. Jahre später dienten die Steine des dortigen Benediktinerklosters als Baumaterial für die Redentore-Kirche – ein eindrucksvolles Symbol für Wiedergeburt und Hoffnung.


Praktische Tipps für Besucher

  • Beste Uhrzeit: Der Samstagabend, wenn das Feuerwerk beginnt (zwischen 23:30 und 23:45).
  • Wo schauen: Vom Wasser aus ist das Erlebnis einzigartig, aber auch Riva degli Schiavoni, Zattere oder Punta della Dogana bieten tolle Aussichtspunkte.
  • Boote reservieren: Private Boote und Gruppenfahrten sind oft Wochen im Voraus ausgebucht.
  • Sicherheitsregeln: Wegen des dichten Verkehrs auf dem Wasser sollte man immer den Hinweisen der Behörden folgen.
  • Kleidung & Komfort: Bequeme Schuhe, Wasser und ggf. eine leichte Jacke für die Nacht einpacken.

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